
Das Land Schleswig-Holstein fördert die Fallenjagd zur Reduzierung invasiver Arten mit 50.000€. Mit den Stimmen von CDU, Grünen, FDP und SSW wurde ein entsprechender Antrag im Landtag angenommen, die SPD stimmte dagegen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Aus Sicht des Verbandes ist die Förderung ein wichtiges Signal für den ländlichen Raum, für den Natur- und Artenschutz sowie für das Engagement der Jägerinnen und Jäger vor Ort.
„Die Fangjagd ist ein unverzichtbares Instrument, um invasive Arten wirksam zu begrenzen. Dass das Land diesen Einsatz jetzt unterstützt, ist ein wichtiges und richtiges Signal“, sagt LJV-Präsident Hans Wörmcke.
Nutria, Waschbär und Marderhund breiten sich in Schleswig-Holstein seit Jahren dynamisch aus. Sie haben einen erheblichen negativen Einfluss auf die Biodiversität. Besonders problematisch ist, dass sie Lebensräume zerstören, seltene Arten prädieren und bestehende Schutzbemühungen somit erschweren. Die Nutria stellt darüber hinaus ein konkretes Risiko für den Küstenschutz dar, weil ihre Bauten Ufer, Deiche und Schutzanlagen unterminieren.
Der LJV weist zugleich darauf hin, dass die Förderung nur ein erster Schritt sein kann. Durch eigene Monitoringmaßnahmen begleitet der Verband die Ausbreitung dieser Arten wissenschaftlich und dokumentiert deren Dynamik im Land. Auf dieser Grundlage wird deutlich, dass auch künftig weitere Maßnahmen in Jagd und Naturschutz notwendig sein werden, um invasive Arten wirksam einzudämmen.
Dazu gehört aus Sicht des LJV auch eine umfangreiche, landesweite Bejagung. Das gilt ausdrücklich auch für Flächen der Stiftung Naturschutz, die für invasive Arten Rückzugsräume bilden können. Der LJV begrüßt die Förderung der Fallenjagd deshalb als wichtigen Anfang. Wer die Ausbreitung invasiver Arten wirksam begrenzen will, muss jetzt konsequent weiterarbeiten.
Info: Die Fördermodalitäten sind noch nicht ausgefertigt.
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