Allgemeinverfügung zur Bejagung des Chinesischen Muntjaks verlängert

Die Allgemeinverfügung für den Abschuss des Chinesischen Muntjaks in Schleswig-Holstein wurde bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Hintergrund ist die ungewollte Ausbreitung der invasiven Art. Eine Etablierung des nichtheimischen Zwerghirschs soll auf Grundlage der EU-Verordnung 1143/2014 und § 40a BNatSchG verhindert werden. Muntjaks leben in dichtem Unterholz in Wäldern. Ihre Invasivität beruht auf einer möglichen Nahrungskonkurrenz zu Rehwild bzw. auf selektivem Fraß von Jungpflanzen mit (negativer) Veränderung von Vegetationsstrukturen. Die Art unterliegt weiterhin nicht dem Jagdrecht.

Der Abschuss des Chinesischen Muntjaks in Schleswig-Holstein ist im Rahmen einer erlassenen Allgemeinverfügung auch weiterhin erlaubt. Die Allgemeinverfügung des Landesamtes für Umwelt (LfU) wurde am 02. Januar 2025 im Amtsblatt für Schleswig-Holstein veröffentlicht und ist somit in Kraft getreten. Bei der Erlegung ist der Muttertierschutz (§ 22 Abs. 4 BJagdG) zu beachten. Der Jagdausübungsberechtigte darf sich erlegte oder verendete Tiere aneignen.

Es dürfen nur solche Jagdlangwaffen zum Einsatz kommen, die nach den jagd- bzw. waffenrechtlichen Vorschriften für die Jagdausübung zulässig sind. Zudem ist Büchsenmunition zu verwenden, deren Auftreffenergie in analoger Anwendung des § 19 Abs. 1 Nr. 2 a BJagdG auf 100 Meter (E 100) mindestens 1.000 Joule beträgt („rehwildtaugliches Kaliber“). Erlegte Tiere, die zu Lebensmittelzwecken verwendet werden sollen, sind einer Untersuchung auf Trichinen zu unterziehen. Kadaverfunde von verendeten Tieren sollen ebenso wie erlegte Tiere an das LfU gemeldet werden unter invasive.arten@lfu.landsh.de. Die Allgemeinverfügung gilt bis 31. Dezember 2025.

Die gesamte Allgemeinverfügung finden Sie hier:

Der Beitrag Allgemeinverfügung zur Bejagung des Chinesischen Muntjaks verlängert erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Landesparcoursschießen der Mannschaften in Heide: Anspruchsvolle Ziele und starke Rotten

Am 05. und 06. Juni 2026 fand in Heide das Landesparcoursschießen der Mannschaften statt. Zwei Tage lang stellten sich die gemeldeten Mannschaften aus den Kreisjägerschaften und Hegeringen des Landes einem anspruchsvollen Parcours, der den Schützinnen und Schützen volle Konzentration und Können abverlangte. Gemeldet werden konnten Mannschaften mit mindestens vier und maximal sechs Jägerinnen und Jägern. Gewertet wurden jeweils die besten vier Ergebnisse einer Mannschaft. Teilnahmeberechtigt waren Mitglieder des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, die einer Kreisjägerschaft beziehungsweise einem Hegering innerhalb einer Kreisjägerschaft angehören.

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Landesbläserwettbewerb 2026 auf Gut Basthorst: Jagdmusik, Brauchtum und Familienprogramm

Herzoglicher Hörnerklang auf Gut Basthorst Am Sonntag, 14. Juni 2026 findet der Landesbläserwettbewerb 2026 auf Gut Basthorst statt. Erwartet werden bis zu 800 Jagdhornbläserinnen und -bläser in verschiedenen Wertungsklassen, darunter auch Jugendgruppen. Der Wettbewerb zählt zu den größten jagdmusikalischen Veranstaltungen im Norden und verbindet musikalischen Anspruch mit jagdlichem Brauchtum und einem abwechslungsreichen Familienprogramm. In diesem Jahr richtet der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) den Wettbewerb gemeinsam mit der gastgebenden Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg e. V. aus. „Der Landesbläserwettbewerb zeigt, dass Jagdhornblasen

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Selenter See: Lehrkräfte erwandern und erobern sich das Naturschutzgebiet

Die außergewöhnliche und beispielhafte außerschulische Öffentlichkeitsarbeit der beiden Naturschutzgebietsbetreuer vom Naturschutzgebiet (NSG) Selenter See Christoph Keller und Thorolf Wellmer hat sich offensichtlich inzwischen weit herumgesprochen. So traf sich deshalb am 12. Mai dieses Jahres mit 17 Grundschullehrkräften ein Kollegium an der „Grundschule Am Seekrug“, um sich die Waldlehrwanderung im Naturschutzgebiet einmal selbst anzusehen und persönlich zu erleben. Mit Christoph Keller hatten sich die Kolleginnen der „GS Am Seekrug“ so besprochen, dass die Lehrenden an diesem Tage selbst in die Rolle

Weiterlesen »