Geflügelpest in Schleswig-Holstein: Jägerschaft kann wichtigen Beitrag leisten

In Schleswig-Holstein hat sich die Geflügelpestlage verschärft. Nachdem in den Kreisen Nordfriesland, Segeberg und Schleswig-Flensburg mehrere Ausbrüche des hochpathogenen H5N1-Virus in Geflügelhaltungen festgestellt wurden, hat das Land die landesweiten Biosicherheitsmaßnahmen erneut in Kraft gesetzt. Gleichzeitig häufen sich positive Nachweise bei Wildvögeln.

Die Geflügelpest ist eine hochansteckende Tierseuche, die sowohl Hausgeflügel als auch Wildvögel betrifft. Für Geflügelhalter gelten deshalb wieder verschärfte Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung.

Aufmerksamkeit bei toten oder kranken Wildvögeln

Die Jägerschaft vor Ort kann einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung und Überwachung des Seuchengeschehens leisten. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein empfiehlt, vermehrt auf auffällige Krankheitserscheinungen oder Totfunde bei Wasser- und Greifvögeln zu achten und entsprechende Funde den zuständigen Stellen zu melden.

Insbesondere Ansammlungen verendeter Wildvögel oder Tiere mit neurologischen Auffälligkeiten sollten ernst genommen und nicht ohne geeignete Schutzmaßnahmen berührt werden.

Tierfund-Kataster als Baustein der Früherkennung

Der Landesjagdverband setzt sich dafür ein, die Jägerschaft stärker in das Wildvogelmonitoring einzubinden und bestehende digitale Meldeinstrumente wie das Tierfund-Kataster für die Tierseuchenfrüherkennung zu nutzen. Ziel ist es, Auffälligkeiten schneller zu erfassen und den zuständigen Behörden wichtige Informationen für die Bewertung des Seuchengeschehens bereitzustellen.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Tierseuchenbekämpfung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Jägerinnen und Jäger sind täglich im Revier unterwegs und können durch Aufmerksamkeit, sachgerechte Meldungen und die Unterstützung von Monitoringmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wildtierbeständen, Geflügelhaltungen und der Landwirtschaft leisten. Die aktuelle Entwicklung zeigt erneut, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Landwirtschaft und Jägerschaft ist.

Weitere Informationen zur aktuellen Geflügelpestlage stellt das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz Schleswig-Holstein auf seinen Internetseiten bereit.

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