LJV-Stellungnahme zur Regionalplanung „Windenergie an Land“

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. hat im Rahmen der Teilaufstellung des Regionalplans „Windenergie an Land“ (Entwurf Juli 2025) eine Stellungnahme als Träger öffentlicher Belange abgegeben. Ziel des Verfahrens ist es, die zukünftige Nutzung der Windenergie landesweit raumordnerisch zu steuern.

Der LJV SH macht in seiner Stellungnahme deutlich, dass der Ausbau der Windenergie nur im Einklang mit dem Schutz wandernder Wildtiere erfolgen darf. Insbesondere Rotwild, das in Schleswig-Holstein seit 2001 auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leidet unter der zunehmenden Zerschneidung seiner Lebensräume.

Um dem entgegenzuwirken, fordert der LJV:

  • die Integration des Wildwegeplans Schleswig-Holstein (derzeit in Erstellung beim MLLEV) in die Regionalpläne,
  • die Festlegung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Wildtierkorridore,
  • eine Freihaltung von Wanderkorridoren, Grünbrücken, Wildtunneln und Wildwarnanlagen von Windkraftanlagen und deren Zuwegungen,
  • sowie Schutz- und Pufferzonen im Umkreis dieser Querungshilfen.

Damit setzt sich der LJV-SH für eine naturverträgliche Energiewende ein, die den notwendigen Klimaschutz mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Vernetzung von Lebensräumen verbindet.

📄 Hier geht’s zur vollständigen Stellungnahme:
2025_10_06 Teilfortschreibung Windenergie an Land
Ausweisung der Konfliktbereiche zum Thema „Windenergie an Land“ in Bezug auf den Rotwildwegeplan für Schleswig-Holstein, Frank Zabel, 2024_09_04

Der Beitrag LJV-Stellungnahme zur Regionalplanung „Windenergie an Land“ erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Nachweis: Erstes Goldschakalpaar in Schleswig-Holstein

(Flintbek, 15. April 2026) Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein territoriales Goldschakalpaar nachgewiesen worden. Im Kreis Plön konnten zwei Tiere anhand ihres charakteristischen Heulens eindeutig erfasst werden. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) bewertet diesen Nachweis als fachlich bedeutsam. Mit dem ersten bestätigten Territorium ist eine neue Tierart dauerhaft im Land angekommen.  „Der Goldschakal ist kleiner als der Wolf, scheuer als viele vermuten und für Schleswig-Holstein ist das Goldschakalpaar ein bemerkenswerter faunistischer Nachweis“, sagte LJV-Geschäftsführer Marcus Börner. „Jetzt kommt es darauf

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Stellungnahme zu Netzausbau: LJV fordert frühe Rücksicht auf Wildtierkorridore

LJV fordert Naturschutzbelange in neuer ISG-Methodik verbindlich zu verankern Im Rahmen der laufenden Konsultation der Bundesnetzagentur hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) eine ausführliche Stellungnahme zum Entwurf der Methode zur Ausweisung von Infrastrukturgebieten eingebracht. Der Verband unterstützt das Ziel, den Stromnetzausbau planbarer und konfliktärmer zu machen. Aus Sicht des LJV kann das aber nur gelingen, wenn Naturschutz- und Biodiversitätsbelange von Beginn an systematisch, transparent und fachlich belastbar berücksichtigt werden. Die Stellungnahme hebt insbesondere die Bedeutung der Lebensraumvernetzung und die

Weiterlesen »
Aktuelles

70km/h für weniger Wildunfälle

Seit der Sperrung er B76 zwischen Preetz und Plön kam es vermehrt zu Unfällen mit Wildkontakt auf der als Umleitung ausgeschilderten B430. Die zahlreichen Gespräche zwischen Kreisjägerschaft, Ordnungsamt und Polizei führt nun dazu, dass auf der B430 zwischen Plön und Engelau 70km/h als Höchstgeschwindigkeit gelten soll. Weitere Infos dazu finden Sie im Artikel der Kieler Nachrichten vom 14.04.2026.

Weiterlesen »