Schwarzwild: Erlass zur unterjährigen Meldung der Strecken verlängert

Für das Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wird der Erlass zur quartalsmäßigen Meldung der Schwarzwildstrecke für die Jagdjahre 2025/2026 und 2026/2027 verlängert. Das Verfahren ändert sich nicht.

Ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung zur Fortführung des Erlasses vom 20.05.2019 ist der Anteil des auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) beprobten Fallwildes an der Gesamtzahl des Fallwildes. Dieser Anteil steigt leider nur langsam und bewegt sich auf einem noch nicht ausreichenden Niveau. Damit reicht die Beprobung von Fallwild nicht aus, um allein über diese Maßnahme einen Ausbruch der ASP beim Schwarzwild zuverlässig und frühzeitig erkennen zu können. Aus diesem Grund benötigt das Land weiterhin den bekannten Abgleich von Fallwild und Gesamtstrecke durch die Verlängerung des Erlasses.

Hinzu kommt, dass im September 2020 erstmalig im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg) ein Wildschwein positiv auf ASP getestet wurde, was dazu führte, dass die Bundesrepublik Deutschland ihren Status der ASP-Freiheit verloren hat. Die potenzielle Bedrohungslage hatte sich durch das Ausbruchsgeschehen im Landkreis Ludwigslust im Jahr 2021 für Schleswig-Holstein nochmals erheblich verschärft und rechtfertigte seinerzeit auch vor diesem Hintergrund die Fortführung der unterjährigen Meldung der Schwarzwildstrecken. Aktuell ist es insbesondere das Ausbruchsgeschehen in Hessen und die nach wie vor existente Bedrohungslage, die es unentbehrlich macht, einen nicht nur jährlichen Blick auf die Schwarzwildstrecken und den Abgleich mit dem Fallwild zu werfen.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. bittet alle Jägerinnen und Jäger sich intensiv bei der Meldung (auch über die Tierfund-Kataster App) und Beprobung von Schwarzwild (auch als Verkehrsfallwild) zu beteiligen. Die Meldung von verendet aufgefundenem Schwarzwild oder Verkehrsfallwild kann bequem über die Tierfund-Kataster App mit einem angehängten Foto erfolgen. Die Meldung aus der App dient als Georeferenzierung der Fundstelle und erleichtert das weitere Vorgehen, da die Daten umgehend an das zuständige Kreisveterinäramt übermittelt werden.

Der Beitrag Schwarzwild: Erlass zur unterjährigen Meldung der Strecken verlängert erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Landesparcoursschießen der Mannschaften in Heide: Anspruchsvolle Ziele und starke Rotten

Am 05. und 06. Juni 2026 fand in Heide das Landesparcoursschießen der Mannschaften statt. Zwei Tage lang stellten sich die gemeldeten Mannschaften aus den Kreisjägerschaften und Hegeringen des Landes einem anspruchsvollen Parcours, der den Schützinnen und Schützen volle Konzentration und Können abverlangte. Gemeldet werden konnten Mannschaften mit mindestens vier und maximal sechs Jägerinnen und Jägern. Gewertet wurden jeweils die besten vier Ergebnisse einer Mannschaft. Teilnahmeberechtigt waren Mitglieder des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, die einer Kreisjägerschaft beziehungsweise einem Hegering innerhalb einer Kreisjägerschaft angehören.

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Landesbläserwettbewerb 2026 auf Gut Basthorst: Jagdmusik, Brauchtum und Familienprogramm

Herzoglicher Hörnerklang auf Gut Basthorst Am Sonntag, 14. Juni 2026 findet der Landesbläserwettbewerb 2026 auf Gut Basthorst statt. Erwartet werden bis zu 800 Jagdhornbläserinnen und -bläser in verschiedenen Wertungsklassen, darunter auch Jugendgruppen. Der Wettbewerb zählt zu den größten jagdmusikalischen Veranstaltungen im Norden und verbindet musikalischen Anspruch mit jagdlichem Brauchtum und einem abwechslungsreichen Familienprogramm. In diesem Jahr richtet der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) den Wettbewerb gemeinsam mit der gastgebenden Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg e. V. aus. „Der Landesbläserwettbewerb zeigt, dass Jagdhornblasen

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Selenter See: Lehrkräfte erwandern und erobern sich das Naturschutzgebiet

Die außergewöhnliche und beispielhafte außerschulische Öffentlichkeitsarbeit der beiden Naturschutzgebietsbetreuer vom Naturschutzgebiet (NSG) Selenter See Christoph Keller und Thorolf Wellmer hat sich offensichtlich inzwischen weit herumgesprochen. So traf sich deshalb am 12. Mai dieses Jahres mit 17 Grundschullehrkräften ein Kollegium an der „Grundschule Am Seekrug“, um sich die Waldlehrwanderung im Naturschutzgebiet einmal selbst anzusehen und persönlich zu erleben. Mit Christoph Keller hatten sich die Kolleginnen der „GS Am Seekrug“ so besprochen, dass die Lehrenden an diesem Tage selbst in die Rolle

Weiterlesen »