Neue Damwildtrophäenbewerter

Im Jahr 2005 wurden in der Kreisjägerschaft Plön insgesamt 20 Jäger in der „Bewertung von Damhirschtrophäen“ durch unseren damaligen Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hammerschmidt geschult, da jedes Jahr zahlreiche kapitale Trophäenträger erlegt werden, die die Voraussetzungen für die Vergabe einer Medaille erfüllen.

Die Verfügbarkeit dieser Experten ist in den vergangenen 20 Jahren leider deutlich zurückgegangen. Da mittlerweile nur noch eine Handvoll von ihnen zur Verfügung standen, wurden 2024 drei weitere Jäger durch Hammerschmidt, seines Zeichens zertifizierter CIC-Bewerter, ausgebildet, die zusätzlich auf der Landestrophäenschau bei der Trophäenbewertung wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.

Dem aktuellen Kreisjägermeister Jörg Höfer war es nun gelungen, neun weitere Interessenten für eine Ausbildung zum Trophäenbewerter zu gewinnen. Am 21. Juni 2025 wurde diesen in der Ölmühle in Plön die Grundsätze für eine Bewertung nach CIC-Vorgaben vermittelt.
Im Verlauf dieser Ausbildung wurde eine Trophäe schulmäßig durch Jan-Wilhelm Hammerschmidt bewertet und ausführlich erläutert, welches Gerät für die Bewertung benötigt wird, wo und wie das Maßband anzusetzen ist, wie das korrekte Nettogewicht der Trophäe festgestellt wird und welche weiteren Vorgaben des CIC zu berücksichtigen sind.

Zum Schluss hatten die Teilnehmer in 3er-Gruppen jeweils ein Geweih zu bewerten und anschließend zu erläutern, wie sie zu ihren Ergebnissen gekommen sind.
Eine 2. Schulung dieser Teilnehmer soll im Februar 2026 stattfinden. Der eine oder andere von ihnen wird Gelegenheit bekommen, seine Kenntnisse bei der Landestrophäenschau 2026 zu vertiefen.
Nach Abschluss dieser Ausbildung verfügt die Kreisjägerschaft Plön ab Mitte 2026 über 15 ausgebildete Damhirschbewerter.
Kreisjägermeister Jörg Höfer wird die aktualisierte Liste aller Trophäenbewerter den Hegeringen sodann zur Verfügung stellen.

Die Kreisjägerschaft Plön dankt Jan-Wilhelm Hammerschmidt, der 2024 von Landrat Björn Demmin zum Ehren-Kreisjägermeister ernannt worden war, dass er auch weiterhin sein Wissen und seine Erfahrung für die Weiterbildung von Jägern zur Verfügung stellt.

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Verband: Satzung und Ordnungen des LJV in Kraft getreten

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein hat alle im Rahmen der schriftlichen Landesversammlung zur Beschlussfassung gestellten Anträge angenommen. Der Wahlvorstand zählte die eingegangenen Stimmen am 18. März 2026 während der Präsenzveranstaltung aus und stellte das Ergebnis fest. Damit wurden sämtliche vorgelegten Anträge beschlossen. Mit heutigem Datum sind zudem die Satzung sowie die Ordnungen in das Vereinsregister eingetragen worden. Sie sind damit rechtswirksam in Kraft getreten. Die gültige Satzung sowie die Ordnungen finden Sie über den Link: Hier gehts zur aktuellen Satzung Der Beitrag

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Nachweis: Erstes Goldschakalpaar in Schleswig-Holstein

(Flintbek, 15. April 2026) Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein territoriales Goldschakalpaar nachgewiesen worden. Im Kreis Plön konnten zwei Tiere anhand ihres charakteristischen Heulens eindeutig erfasst werden. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) bewertet diesen Nachweis als fachlich bedeutsam. Mit dem ersten bestätigten Territorium ist eine neue Tierart dauerhaft im Land angekommen.  „Der Goldschakal ist kleiner als der Wolf, scheuer als viele vermuten und für Schleswig-Holstein ist das Goldschakalpaar ein bemerkenswerter faunistischer Nachweis“, sagte LJV-Geschäftsführer Marcus Börner. „Jetzt kommt es darauf

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Stellungnahme zu Netzausbau: LJV fordert frühe Rücksicht auf Wildtierkorridore

LJV fordert Naturschutzbelange in neuer ISG-Methodik verbindlich zu verankern Im Rahmen der laufenden Konsultation der Bundesnetzagentur hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) eine ausführliche Stellungnahme zum Entwurf der Methode zur Ausweisung von Infrastrukturgebieten eingebracht. Der Verband unterstützt das Ziel, den Stromnetzausbau planbarer und konfliktärmer zu machen. Aus Sicht des LJV kann das aber nur gelingen, wenn Naturschutz- und Biodiversitätsbelange von Beginn an systematisch, transparent und fachlich belastbar berücksichtigt werden. Die Stellungnahme hebt insbesondere die Bedeutung der Lebensraumvernetzung und die

Weiterlesen »