Kampf für Rehkitzrettung zahlt sich aus: Bundesministerium fördert auch 2026 Drohnen mit Wärmebildtechnik

Rehkitze und andere Wildtiere suchen besonders im Frühjahr Schutz im hohen Gras. Das schützt zwar vor Fressfeinden, macht sie aber auch für Landwirte nahezu unsichtbar. Wird dort gemäht, kann das zur lebensgefährlichen Falle für die Jungtiere werden. Immer wieder werden Wildtiere durch Mähwerke verletzt oder getötet.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert daher auch dieses Jahr wieder die Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung. 2,1 Millionen Euro stehen hierfür zur Verfügung. Drohnen mit Wärmebildtechnik stellen aktuell die effektivste und zeitsparendste Möglichkeit zur Wildtierrettung dar. Ziel ist es, die Geräte flächendeckend zu etablieren, um Wildtiere, insbesondere Rehkitze, besser vor Verletzungen oder dem Tod zu schützen. Betroffen sind vor allem Rehkitze, da in ihren ersten Lebenswochen die erste Mähperiode des Grünlands ansteht. Anstatt zu fliehen, verharren Kitze reglos auf dem Boden, wenn ihnen Gefahr droht

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, sagt dazu: „Aus der Fahrerkabine der großen Traktoren sind die Wildtiere häufig nicht zu sehen. Das wird vor allem vielen Rehkitzen zum Verhängnis. Mit unserer Millionenförderung helfen wir effektiv und fördern damit auch den Tierschutz. Ich habe mich dafür stark gemacht, dass wir die Förderung trotz der angespannten Haushaltslage auch dieses Jahr fortsetzen. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, sowie den Jäger- und Hegegemeinschaften, die vor Ort die Rehkitze retten – ihr seid unverzichtbar!“

Das BMLEH setzt diesmal auf eine Festbetragsfinanzierung von 3000 Euro. Dadurch können Anträge schneller bearbeitet und die Drohnen frühzeitiger eingesetzt werden.

Neu ist: Die zur Rehkitzrettung geförderten Drohnen dürfen darüber hinaus zur Unterstützung für die Bekämpfung von Tierseuchen genutzt werden, sofern dies auf ausdrückliche Anweisung der zuständigen Tierseuchenbehörden geschieht.

Die entsprechende Richtlinie wurde heute im Bundesanzeiger veröffentlicht. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 gestellt werden. Gefördert werden eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen auf Kreisebene in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, zu deren hauptsächlichen Aufgaben ausweislich der Satzung die Pflege und Förderung des Jagdwesens oder die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen, bei der Wiesenmahd (sogenannte Kitzrettungsvereine) gehören.

Weitere Informationen zur Antragstellung gibt es bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Quelle PM BMLEH

Der Beitrag Kampf für Rehkitzrettung zahlt sich aus: Bundesministerium fördert auch 2026 Drohnen mit Wärmebildtechnik erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Wildunfallrisiko steigt: Rehwild in der Brunft sorgt für mehr Wildwechsel

Mit Beginn der Paarungszeit des Rehwildes steigt in Schleswig-Holstein die Gefahr von Wildunfällen. Zwischen Mitte Juli und Mitte August findet die sogenannte Rehwildbrunft statt. Rehböcke und Ricken sind nun verstärkt auch tagsüber unterwegs und queren dabei häufig unvermittelt Straßen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) appelliert deshalb an Autofahrerinnen und Autofahrer, entlang von Wald- und Feldrändern besonders aufmerksam und angepasst zu fahren. „In der Brunft achten Rehe deutlich weniger auf ihre Umgebung. Wer jetzt vorausschauend fährt, kann Unfälle vermeiden und

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Landesmeisterschaften 2026 im jagdlichen Schießen: Die Ergebnisse

Am 26. und 27. Juni 2026 fanden auf dem Schießstand in Hasenmoor die Landesmeisterschaften im jagdlichen Schießen statt. An den Start gingen Jagdschützinnen und Jagdschützen aus dem ganzen Land. Ermittelt wurden die Landesmeisterinnen und Landesmeister in den verschiedenen Klassen sowie in mehreren Einzel- und Mannschaftswertungen. Die Teilnehmenden stellten dabei an beiden Wettkampftagen ihr Können unter Beweis und sorgten mit Konzentration, Disziplin und sportlichem Ehrgeiz für eine gelungene Landesmeisterschaft. Trotz des Wetters und der herausfordernden Temperaturen wurden gute Ergebnisse geschossen. Die

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Landesparcoursschießen 2026: Jetzt anmelden

Einladung zur Niederwildjagd – Jetzt anmelden zum Landesparcoursschießen 2026 Das Landesparcoursschießen „Flinte“ findet am Sonnabend, 19. September, sowie am Freitag, 25. September, und Sonnabend, 26. September 2026, auf dem Schießstand Hasenmoor/Hartenholm statt. Die Teilnehmenden absolvieren 60 jagdliche Situationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die einer Niederwildjagd nachempfunden sind. Zugelassen sind Jägerinnen und Jäger mit gültigem Jagdschein und nachgewiesener LJV-Mitgliedschaft. Das Startgeld beträgt 45 Euro und gilt als Reuegeld. Meldeschluss ist Donnerstag, 27. August 2026. Zugelassen ist ausschließlich bleifreies Schrot bis 28 Gramm;

Weiterlesen »