Jägerprüfung 2025 in Plön: Zwei prägende Prüfer verabschieden sich nach langjähriger Amtszeit

Die diesjährige Jägerprüfung im Kreis Plön stellt nach fünfjähriger Tätigkeit der jetzigen Prüfungskommission eine besondere Zäsur dar. Zwei herausragende Prüfer, deren Engagement die Jägerprüfungen über Jahrzehnte geprägt hat, scheiden aus der Prüfungskommission aus.

Dr. Hans Henning, der seit über 30 Jahren ehrenamtlich für die Jagd tätig ist, verlässt nach 15 Jahren als Prüfer für das Fach „Wildtierkunde“ die Kommission. Mit seiner tiefgehenden Fachkenntnis und seinem ausgewogenen Urteilsvermögen hat er die Prüfungen auf ein neues Niveau gehoben. Besonders hervorzuheben ist seine beeindruckende Sammlung von Trophäen und Präparaten, die die Prüfung in ihrer Form einzigartig in Schleswig-Holstein macht. Darüber hinaus war Dr. Henning 25 Jahre Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Plön und stellvertretender Kreisjägermeister – sein Einfluss auf die jagdliche Ausbildung und Praxis in der Region ist unbestritten.

Ebenfalls verabschiedet sich Christoph Keller, dessen ehrenamtliches Engagement für die Jagd fast ein halbes Jahrhundert umspannt. Seit 1978 Mitglied im Jägerprüfungsausschuss, hat er sowohl das Fach „Waffen und Waffenhandhabung“ als auch „Jagdhundewesen und Wildbrethygiene“ geprüft. Über 48 Jahre hat er keine einzige Prüfung verpasst – eine beispiellose Leistung im Kreis Plön und möglicherweise sogar in Schleswig-Holstein oder ganz Deutschland. Darüber hinaus war Keller in zahlreichen weiteren jagdlichen und naturschutzbezogenen Gremien aktiv, unter anderem als Naturschutzbeauftragter für den Selenter See seit über 45 Jahren.

Im Anschluss an die diesjährige Jägerprüfung verabschiedete Landrat Björn Demmin die beiden langjährigen Prüfer in einer kleinen Feierstunde. Im Beisein von Vertretern der Kreisverwaltung, des Kreisjägermeisters Jörg Höfer mit Prüfungskommission und des Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Plön Henrick Estorff würdigte er das außerordentliche Engagement von Dr. Henning und Herrn Keller.

Mit dem Ausscheiden dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten verliert die Prüfungskommission wertvolle Erfahrungen und Fachkenntnisse, aber ihr Vermächtnis wird die zukünftige Jungjägerausbildung nachhaltig prägen. Die Jägerschaft des Kreises Plön ist ihnen zu großem Dank verpflichtet.

Weitere Beiträge

Aus dem Landesverband

Landesparcoursschießen 2026: Jetzt anmelden

Einladung zur Niederwildjagd – Jetzt anmelden zum Landesparcoursschießen 2026 Das Landesparcoursschießen „Flinte“ findet am Sonnabend, 19. September, sowie am Freitag, 25. September, und Sonnabend, 26. September 2026, auf dem Schießstand Hasenmoor/Hartenholm statt. Die Teilnehmenden absolvieren 60 jagdliche Situationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die einer Niederwildjagd nachempfunden sind. Zugelassen sind Jägerinnen und Jäger mit gültigem Jagdschein und nachgewiesener LJV-Mitgliedschaft. Das Startgeld beträgt 45 Euro und gilt als Reuegeld. Meldeschluss ist Donnerstag, 27. August 2026. Zugelassen ist ausschließlich bleifreies Schrot bis 28 Gramm;

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Landesbläserwettbewerb 2026: Die Ergebnislisten sind online

Beim Landesbläserwettbewerb 2026 am Sonntag, 14. Juni 2026, auf Gut Basthorst sind rund 800 Jagdhornbläserinnen und -bläser in verschiedenen Wertungsklassen angetreten, darunter auch mehrere Jugendgruppen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) hat den Wettbewerb gemeinsam mit der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg e. V. ausgerichtet. Die Veranstaltung zählt zu den größten jagdmusikalischen Wettbewerben im Norden und verbindet musikalischen Anspruch mit jagdlichem Brauchtum und einem vielfältigen Familienprogramm. Der Landesbläserwettbewerb zeigte einmal mehr, wie lebendig jagdliches Brauchtum in Schleswig-Holstein ist. Besonders erfreulich ist die

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Wurfzeit im Wattenmeer: Abstand schützt Seehund-Nachwuchs

In Schleswig-Holstein hat die Zeit des Seehund-Nachwuchses begonnen. Die Hauptgeburtszeit reicht von Anfang Juni bis Mitte Juli. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) ruft Erholungssuchende und Strandgäste in dieser Phase zu besonderer Rücksicht auf. Denn Störungen an den Wurfplätzen können dazu führen, dass Jungtiere von ihren Müttern getrennt werden und als sogenannte Heuler auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Als Heuler werden junge Seehunde bezeichnet, die in den ersten Lebenstagen bis zu einem Alter von vier bis sechs Wochen über längere

Weiterlesen »