Geflügelpest: Durchführung des aktiven Wildvogelmonitorings 2026

Schleswig-Holstein muss im Rahmen des bundesweiten Wildvogel-Monitorings künftig deutlich mehr Proben auf aviäre Influenzaviren untersuchen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) ruft deshalb Jägerinnen und Jäger auf, sich insbesondere von September bis Januar an der Beprobung erlegter Wildvögel zu beteiligen. Seit 2025 liegt der Mindestumfang für Schleswig-Holstein bei 700 Proben statt zuvor 450. 

Die Länder führen jährlich ein Monitoring zur Untersuchung von Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren durch. Ziele sind die Frühwarnung vor einer möglichen Einschleppung von Geflügelpestviren in Geflügelbestände und Informationen für die Risikobewertung. Rechtsgrundlage ist Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2020/689 i.V.m. der „Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Geflügelpest bei Wildvögeln vom 8. März 2016“ (WvGeflpestMonV). Für das Monitoring sind vorrangig in den Monaten September bis Januar Wildvögel zu beproben. Bei den Wildvogelarten sind in den entsprechenden Jagdzeiten Proben mittels kombinierten Rachen- und Kloakentupfer zu entnehmen. Ab 2025 wurde der Stichprobenschlüssel zum EU-Überwachungsprogramm vom BMLEH aktualisiert. Schleswig-Holstein wurde risikoorientiert ein Mindestumfang von 700 Proben (vorher 450 Proben) zugewiesen, wobei fast die Hälfte über Kotproben abgedeckt wird. Die Liste der Zielvogelarten nach Anhang II Abschnitt 8 der Delegierten Verordnung (EU) 2020/689 wurde zwischenzeitlich überarbeitet. Damit sind alle in Schleswig-Holstein bejagten Wildvögel (s. Federwildstrecken 2024/2025) für ein AI-Wildvogelmonitoring geeignet. Neben den bekannten Wildvogelarten aus der Ordnung Gänsevögel sind beispielsweise auch Rabenkrähen, Ringeltauben, Fasanen und Waldschnepfen gelistet.

Mit dem ab 2025 neuen Probenschlüssel erhöht sich die Mindestprobenzahl der Kreise in Küstenlage auf 50 (exkl. PI) und der anderen Kreise auf 30 erlegte Wildvögel, die mittels kombinierter Rachen- und Kloakentupfer beprobt und am Landeslabor untersucht werden sollen.

Die WvGeflpestMonV sieht vor, dass diese Proben von den Jagdausübungsberechtigten nach näherer Anweisung der Veterinärämter genommen werden. Das Verfahren (z.B. Ausgabe der Tupfer, Rücklauf der Proben, Probenbegleitscheine) ist jeweils mit dem zuständigen Veterinäramt des Kreises/der kreisfreien Stadt abzustimmen.

Der Beitrag Geflügelpest: Durchführung des aktiven Wildvogelmonitorings 2026 erschien zuerst auf Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V..

Weitere Beiträge

Naturschutz

30. Pflanzenbörse des Hegering I

Zusammen mit der Kreisjägerschaft Plön veranstaltet das Autohaus Estorff die 30. Pflanzenbörse. Das Angebot stammt aus heimischer Produktion und umfasst „Renner“ wie Hainbuche, Liguster, Hasel und Feldahorn aber auch seltenere Arten wie Wildrosen, Wildobst und verschiedene Weidenarten (insgesamt 35 Arten). Die Pflanzen können sowohl zur Anlage von Knicks, Gartenhecken oder Streuobstwiesen verwendet werden.Der Baum des Jahres 2026 darf natürlich nicht fehlen: die Zitterpappel oder auch Espe genannt (Populus tremula), gekürt durch die Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung.

Weiterlesen »
Jagdhornblasen

Hubertusmessen 2026

Hubertusmessen gehören seit vielen Jahrzehnten zur gelebten jagdlichen Tradition, welche auch in diesem Jahr stattfinden. Zum Einen ist es die vom Hegering 6 der Kreisjägerschaft Plön organsierte Hubertusmesse am 6. November in der Marienkirche Schönkirchen. Musikalisch begleitet wird die Messe von den Bläsergruppen Diana Plön und und den Jagdhornbläsern Probstei. Nähere Infos zur Hubertusmesse in Schönkirchen finden Sie hier. Alle von Diana Plön begleiteten Hubertusmessen sind hier aufgelistet.

Weiterlesen »
Aus dem Landesverband

Training: Schießkino für junge Jäger

Gemeinsam trainieren, die Schießfertigkeiten verbessern und sich auf die bevorstehenden Drückjagden vorbereiten: Die Jungen Jäger Schleswig-Holstein laden zu einem gemeinsamen Trainingsabend im Schießkino ein. Im Mittelpunkt steht das praxisnahe Training mit der eigenen Büchse. Auf bewegte Ziele können die Teilnehmenden das freihändige Schießen in unterschiedlichen jagdlichen Situationen üben und ihre Fertigkeiten für die kommende Drückjagdsaison verbessern. Für das zweistündige Training werden die Teilnehmenden in Gruppen eingeteilt, die nacheinander mehrere Schießdurchgänge absolvieren. So bleibt ausreichend Zeit, um die eigenen Fähigkeiten zu

Weiterlesen »