Naturschutz braucht Jagd – und unsere Stimme

Schleswig-Holstein steht vor wichtigen Entscheidungen: Neue Naturschutzgebiete sollen ausgewiesen, bestehende Flächen erweitert werden. Ziel ist es, unsere Natur zu schützen und Lebensräume zu erhalten – ein Anliegen, das wir Jägerinnen und Jäger seit Generationen teilen und leben.

Wir stehen für Naturschutz. Aber wir stehen ebenso für eine Jagd mit Verantwortung, Sachverstand und Praxisbezug.

Jagd ist gelebter Naturschutz – jeden Tag

Ob Hege, Bestandsregulierung, Seuchenprävention oder der Schutz sensibler Lebensräume:
Jagd ist kein Fremdkörper im Naturschutz – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil davon.

Unsere Mitglieder kennen die Reviere, die Wildbestände und die Herausforderungen vor Ort besser als jede Karte oder jedes Gutachten. Dieses Wissen ist ein Schatz, der genutzt werden muss – nicht ausgegrenzt.

Deshalb ist für uns klar:

Die ordnungsgemäße Jagd muss auch in Naturschutzgebieten grundsätzlich möglich bleiben, solange sie den Schutzzielen nicht nachweislich widerspricht.

Keine Einschränkungen aus dem Bauch heraus

Was wir nicht akzeptieren können, sind pauschale Verbote oder Einschränkungen ohne belastbare fachliche Grundlage.
Jagd darf nicht zum Sündenbock gemacht werden – schon gar nicht ohne wissenschaftliche Beweise.

Wenn Einschränkungen notwendig sind, dann müssen sie:

  • auf klaren Fakten beruhen,

  • verhältnismäßig sein,

  • und regelmäßig überprüft werden.

Alles andere gefährdet nicht nur die Jagd, sondern am Ende auch den Naturschutz selbst.

Naturschutz endet nicht an der Gebietsgrenze

Neue Schutzgebiete haben Auswirkungen – auch außerhalb ihrer Grenzen.
Wild hält sich nicht an Linien auf der Karte.

Steigende Wildschäden, Verlagerung von Beständen, Probleme für Land- und Forstwirtschaft oder Risiken für die Verkehrssicherheit dürfen nicht ignoriert werden. Naturschutz darf nicht bedeuten, dass Probleme einfach verschoben werden.

Wir mischen uns ein – sachlich, klar und geschlossen

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein bringt diese Positionen aktiv in Gespräche mit Ministerien und Abgeordneten ein. Wir haben klare rote Linien formuliert und setzen uns dafür ein, dass die Stimme der Jägerschaft gehört wird.

Nicht aus Trotz.
Sondern aus Verantwortung.

Denn wir wissen:

Nur ein Naturschutz, der die Jagd einbindet, ist dauerhaft erfolgreich.

Wir stehen für Dialog statt Gegeneinander. Für Lösungen statt Symbolpolitik. Und für eine Jagd, die Teil der Zukunft unserer Kulturlandschaft bleibt.

Planung des Umweltministeriums zum Nachlesen.

 

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